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Landkreis Hersfeld Rotenburg,

Kritis-Übung in Bad Hersfeld

THW probt Einsatzfähigkeit bei großflächigem Stromausfall

Als “Kritische Infrastrukturen“ (KRITIS) werden Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen verstanden. Deren Ausfall oder Beeinträchtigung lässt nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen vermuten. Umso wichtiger ist es, die eigene Leistungsfähigkeit und Strategien auf die Probe zu stellen. 

Genau dies übten am Wochenende vom 5. bis 7. September die beiden THW Ortsverbände im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in einem groß angelegten Szenario.

Großflächiger Stromausfall im Landkreis und keine Aussicht auf baldige Wiederherstellung - mit dieser Ausgangslage wurden die THW Ortsverbände Bad Hersfeld und Rotenburg alarmiert. 

Zum Beginn der Übung am Freitagabend wurde die eigene Einsatzfähigkeit in beiden Ortsverhänden hergestellt. Mit einem Stromaggregat wurde Strom in die THW-Unterkunfte eingespeist. 

Zeitnah trafen auch die ersten Einsatzaufträge ein. Neben der parallel laufenden simulierten Notstromeinspeisung eines Krankenhauses für das THW Rotenburg hatte die zentrale Übungsleitung noch weitere Aufgaben in der simulierten Großschadenlage vorbereitet.

  • Gasexplosion in Rotenburg
  • Verletzte Person in einem nicht-zugänglichen Raum
  • Erkundung von Wärmeinseln für die Bevölkerung
  • Kraftstofflogistik
  • Einrichten eines Behelfs-Dialysezentrums in Bad Hersfeld
       

Um die Einheiten der beiden Ortsverbände besser koordinieren zu können wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag die THW-Ortsverbände Bad Hersfeld und Rotenburg am Standort Bad Hersfeld zusammengelegt. In der Nacht wurden auch Ablösungen für den nächsten Tag organisiert. Damit sollte die  Einsatzbereitschaft langfristig gegeben bleiben. 

Auch der Umgang mit aufgebrachten und verzweifelten Bürgern wurde mehrfach geübt. Die Statisten sammelten sich in größeren Mengen am Tor der THW-Unterkunft und versuchten, wie im echten Leben, Informationen über die Lage zu erhalten. Natürlich wurden auch verängstigte Bürger dargestellt. Diese sollten durch die THW-Helfer freundlich, aber bestimmt über die Sachlage informiert und wieder nach Hause geschickt werden.

Auch die Verpflegung war dem Stromausfall angepasst. Es wurden für solch einen Fall eingelagerte Vorräte des THW genutzt. Warme Mahlzeiten wurden auf Gasherden erwärmt. Selbst an die Brötchen am Samstag morgen wurde gedacht. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es nämlich einen Bäcker, der im Holzofen backt. An diesem Morgen gab es von Bäcker frische Brötchen. 

Beginnend von 33 Einsatzkräften wuchs Anzahl bis zum Morgen auf 65 zuzüglich Übungsleitung und Beobachtern an.

 


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