Bad Hersfeld 27.08.2002, von Ludwig Pfahl/ Rudi Dahinten

Wassermassen auf Fachwerkhaus

Nach starken Regenfällen in Bad Hersfeld wurde der Ortsverband zur Absicherung eines Fachwerkhauses alarmiert.

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen war der Dachstuhl komplett abgenommen worden. Das Dach sollte am folgenden Tag neu gerichtet werden. Für die Nacht war das Dach nur provisorisch mit Planen abgedeckt worden.

Durch den starken Regen hatten sich auf den Planen bereits Wassersäcke mit mehreren Kubikmeters Wasser gebildet. Das Wasser belastete zum einen die Statik des Hauses zum anderen suchte es sich seinen Weg zwischen den Planen und durchweichte die Geschossdecken zu den Wohnungen. Die Lehmdecken in die oberste Wohnung drohten bereits herabzufallen und das Mobiliar der Bewohner zu zerstören.

Beim Eintreffen des Ortsverbandes an der Einsatzstelle hatte die Feuerwehr schon auf dem Dach damit begonnen die Wassermassen von der Folie abzupumpen, um die Last von den ungeschützten Lehmdecken wegzunehmen und ein weiteres Eindringen der Wassermassen zu verhindern.

Das THW hatte die Aufgabe einen Notdachstuhl aus Kanthölzern und Bohlen zu bauen, um die Dachplanen so zu verlegen, dass das Wasser geregelt abgeleitet wird. Des weiteren mussten die Lehmdecken abgestützt werden um zu verhindern, das der Deckenputz in großen Stücken sich der Schwerkraft hingibt und die Wohnungseinrichtung unbrauchbar macht.

Nach viereinhalb Stunden war der Einsatz beendet.




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